Operationen

Operationen
Wir bieten das gesamte Spektrum der HNO-Operationen an. Dies beinhaltet die Ohrchirurgie, Ohranlegeplastiken, kosmetische Nasenkorrekturen (Septorhinoplastik), Nasen- und Nasennebenhöhlenoperationen, Chirurgie von Speicheldrüsen sowie Halschirurgie. Selbstzahler und Privatversicherte können wir in unserer Belegabteilung an der MediaPark Klinik Köln versorgen (https://www.mediapark-klinik.de/fachbereiche/hno/).
Die operative Versorgung erfolgt alternativ dazu stationär in der HNO-Belegabteilung des Evangelischen Krankenhauses Köln Kalk (https://www.evkk.de). Zusätzlich steht uns in der Praxis ein moderner Eingriffsraum zur Verfügung, in dem kleinere Operationen in örtlicher Betäubung durchgeführt werden können. In unserem Eingriffsraum entfernen wir unter anderem Hautveränderungen im HNO- Bereich (z.B. weißer Hautkrebs). Für alle Operationen wird ein Operationsmikroskop benutzt, um ein kosmetisch bestmögliches Resultat zu erzielen.
Chronische Sinusitis
Nasenatmungsbehinderung, Rhinitis
Veränderung der äußeren Nasenform
Nasenbeinbruch
(Tympanoplastik Typ 1)
Trommelfellloch
(Tympanoplastik Typ 2-4)
Chronische Mittelohrentzündung / Cholesteatom
Otosklerose
Abstehende Ohren
Tumor der Ohrspeicheldrüse
Tumor/Entzündung der Glandula submandibualris
Vergrößerte Lymphknoten
Hautkrebs und Hautveränderungen, Blepharoplastik
Nasennebenhöhlen (Pansinus)-Operation
Chronische Sinusitis
Bei chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) kann eine Operation eine Möglichkeit sein eine freie Nasenatmung wieder herzustellen und sinunasale Beschwerden zu beseitigen. Ziel ist es, die belüftenden Verbindungen der Nebenhöhlen zur Nase zu erweitern, den Abfluss aus der Nase und den Nasennebenhöhlen zu verbessern und entzündlich verändertes Gewebe wie Polypen zu entfernen. Im Vorfeld wird zur Indikation und Operationsplanung eine Bildgebung (z.B. ein DVT in unserer Praxis) der Nasennebenhöhlen benötigt.
Information zur Operation
Die Nasennebenhöhlen-Operation wird in Vollnarkose und ambulant oder stationär (in der Regel eine Übernachtung) durchgeführt. Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv, endoskopisch durch die Nasenlöcher. Hierbei werden die Zugänge bzw. Abflüsse der Nebenhöhlen in die Nase erweitert und entzündliches Gewebe entfernt. Am Ende der Operation werden zur Vermeidung von Blutungen weiche Nasentamponade für 24h eingelegt. Insgesamt sind keine große Schmerzen zu erwarten. Die ersten Tage nach der Operation sind die Nasenschleimhäute angeschwollen und werden mit einer speziellen Nasensalbe gepflegt. Einige Tage nach der Operation erfolgt zudem die Entfernung von Silikonschienen, welche zur Stabilisierung und Narbenprophylaxe in der Operation eingenäht werden. Zudem erfolgen regelmäßige Verlaufskontrollen in unseren Praxisräumen.
Wichtig zu beachten
Die Ausfallzeit nach einem solchen Eingriff beträgt in der Regel etwa 2 Wochen. In dieser Zeit sollte auf Nase schnäuzen, starke körperliche Belastung und heiße Bäder bzw. Saunagänge verzichtet werden.
Korrektur der Nasenscheidewand (Septumplastik) und Verkleinerung Nasenmuscheln
Nasenatmungsbehinderung / Rhinitis
Die Septumplastik ist eine Operation zur Begradigung der Nasenscheidewand. Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand kann angeboren oder erworben sein und kann zu Nasenatmungsbehinderung, wiederkehrenden Infekten oder Schnarchen führen. Das Ziel der Nasenscheidewandkorrektur ist die Verbesserung der Nasenatmung und damit der Lebensqualität. Die äußere Form der Nase verändert sich bei diesem operativen Eingriff nicht.
Vergrößerte Nasenmuscheln
Neben der Nasenscheidewand können die Nasenmuscheln ebenfalls zu einer signifikanten Atemwegsbehinderung verführen. Die Nasenmuscheln dienen der Befeuchtung und Reinigung der Atemluft und erfüllen wichtige sensorische Funktionen. Ziel des Eingriffs ist eine schonende Verkleinerung bei Erhalt der wichtigen Schleimhautfunktion. Dies kann mittels Radiofrequenz, Lateralfrakturierung oder operativer Teilentfernung erfolgen. Der Eingriff wird mit einer Septumplastik kombiniert um die Nasenatmung zu optimieren.
Informationen zur Operation
Die Septumplastik wird in Vollnarkose und ambulant oder stationär (in der Regel eine Übernachtung) durchgeführt. Der Eingriff erfolgt über die Nasenlöcher, ohne sichtbare äußere Narben. Schiefe Anteile der knorpeligen und knöchernen Nasenscheidewand werden entfernt, die Schleimhaut wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht und der Schnitt mit resorbierbaren Nahtmaterial verschlossen. Am Ende der Operation erfolgt die Einlage von weichen Nasentamponaden zur Vermeidung von Blutungen. Diese werden am ersten postoperativen Tag schmerzfrei entfernt.
Die ersten Tage nach der Operation sind die Nasenschleimhäute angeschwollen und werden mit einer speziellen Nasensalbe gepflegt. Einige Tage nach der Operation erfolgt zudem die Entfernung von Silikonschienen, welche zur Stabilisierung und Narbenprophylaxe in der Operation eingenäht werden. Zudem erfolgen regelmäßige Verlaufskontrollen in unseren Praxisräumen.
Wichtig zu beachten
Die Ausfallzeit nach einem solchen Eingriff beträgt in der Regel etwa 2 Wochen. In dieser Zeit sollte auf Nase schnäuzen, starke körperliche Belastung und heiße Bäder bzw. Saunagänge verzichtet werden.
Korrektur der äußeren Nase (Septo-/Rhinoplastik)
Veränderung der äußeren Nasenform
Die Septorhinoplastik bezeichnet einen Eingriff, bei dem zusätzlich zur Korrektur der inneren Struktur der Nase auch Strukturen der äußeren Nase verändert werden. Hintergrund können hierbei funktionelle Formstörungen der Nase sein, welche mit einer gestörten Nasenatmung einhergehen. Hierzu zählen Spannungshöckernasen, Sattelnasen und Schiefnasen, bei welchen sich eine freie Nasenatmung nicht nur mit einer Korrektur der Nasenscheidewand beheben lassen. Eine weitere Indikation für diesen Eingriff kann allerdings auch der Wunsch nach einer ästhetischen Formkorrektur der äußeren Nase sein. Das Ziel ist es hierbei unabhängig von der Indikation, sowohl eine verbesserte Nasenatmung herzustellen als auch ein harmonisches äußeres Erscheinungsbild der Nase und des Gesichtes nach den Wünschen des Patienten zu erreichen.
Informationen zur Operation
Der Eingriff wird je nach zu erwartendem Umfang der Operation ambulant oder stationär und in Vollnarkose durchgeführt. Abhängig vom vorliegenden Befund erfolgt der Eingriff entweder geschlossen über einen Zugang im rechten Nasenvorhof oder offen mit einem kleinen Schnitt im Bereich des Nasensteges (Columella) und dem vorsichtigen Abheben des Hautmantels. In der Operation werden die Strukturen der inneren Nase korrigiert, wie die Begradigung einer verkrümmten Nasenscheidewand und/oder die Verkleinerung der Nasenmuscheln. Zudem werden kosmetisch störende Merkmale der Nase entfernt. Hierzu zählen die Entfernung eines Höckers und die Begradigung und die Verfeinerung der knorpeligen Strukturen der Nasenspitze. Am Ende der Operation erfolgt die Einlage von Nasentamponaden, welche am ersten Tag der Operation schmerzfrei entfernt werden können. Zusätzlich erfolgt die Einnaht von Silikonfolien zum Schutz und Schienung der Nasenschleimhäute und der Nasenscheidewand und die Anlage eines Gipsverbandes auf der äußeren Nase. Die Silikonfolien werden am 7. postoperativen Tag entfernt und die Gipsentfernung erfolgt am 14. postoperativen Tag.
Wichtig zu beachten
Schwellungen und Hämatome (blaue Flecken) im Bereich der Nasenwurzel und des Gesichtes können hierbei für mehrere Tage nach der Operation bestehen. Die Nasenschleimhäute müssen in den Wochen nach der Operation mit einer speziellen Nasensalbe gepflegt weden. Zudem erfolgen regelmäßige Verlaufskontrollen in unseren Praxisräumen. Die Ausfallzeit nach einem solchen Eingriff beträgt in der Regel etwa 2 Wochen. In dieser Zeit sollte auf Nase schnäuzen und starke körperliche Belastung verzichtet werden. Das Tragen von Brillen ist für 12 Wochen nicht möglich. Die Nase kann nach der Operation, aufgrund des natürlich nur sehr langsamen Lymphabfluss, bis zu 18 Monate noch geschwollen sein, sodass auch das endgültige Resultat dieser Operation erst dann zu beurteilen ist.
Nasengerüstaufrichtung
Nasenbeinbruch
Die Ursachen für eine gebrochene Nase können sehr vielfältig sein. Frakturen der Nasenpyramide treten häufig im Rahmen von Sportverletzungen, Fahrradstürzen oder anderweitigen Traumen auf.
Informationen zur Operation
Zur Wiederherstellung der ursprünglichen Nasenform kann im Rahmen einer Kurznarkose eine Nasengerüstaufrichtung erfolgen. Hierbei wird die Nasenpyramide vom Inneren der Nase in ihre ursprüngliche Position zurückgebracht. In der Regel kann damit die natürliche Form der Nase wieder hergestellt werden. Am Ende der Operation erfolgt die Anlage eines Nasengipses, welcher für etwa 7 Tage belassen wird.
Wichtig zu beachten
Nach der Operation gilt ein Schnäuzverbot von 14 Tagen, um die noch mobilen knöchernen Fragmente der Nase nicht aus ihrer Position zu bringen. Die berufliche Ausfallzeit nach einem solchen Eingriff beträgt in der Regel etwa 1 Woche. Für Sport, insbesondere Kontaktsportarten gilt ein Verbot von mindestens 4 Wochen.
Trommelfell-Operationen (Tympanoplastik Typ 1)
Trommelfellloch
Trommelfellperforationen (Löcher im Trommelfell) können traumatische oder entzündliche (akute oder chronische Mittelohrentzündungen) Ursachen haben. Typischerweise heilen Trommelfellperforationen nach wenigen Tagen ab. Selten kann es zur einer Persistenz einer solchen Perforation kommen, wodurch ein Kontakt von Mittelohr zur Außenwelt entsteht. Hierdurch besteht das Risiko von Entzündungen des Mittelohrs, der Entstehung einer chronischen Mittelohrentzündungen und eine gestörte Schallübertragung (Schallleitungsstörung). Aktivitäten wie Wassersport oder ein Badeurlaub können hierdurch eingeschränkt sein. Für die Behebung eines solchen Defekts kann ein chirurgischer Verschluss des Trommelfells durchgeführt werden (Tympanoplastik Typ 1). In Vorbereitung auf diesen Eingriff erfolgt in unserer Praxis eine Untersuchung des Hörvermögens.
Informationen zur Operation
Die Operation wird in Vollnarkose und ambulant oder stationär durchgeführt. Der Eingriff erfolgt durch den Gehörgang (enaural), sodass keine sichtbaren Hautschnitte verbleiben. Zur Deckung des Trommelfelldefektes wird ein Stück Knorpel von der Rückseite der Ohrmuschel entnommen, ohne dabei eine sichtbare Narbe mit kosmetischer Relevanz zu verursachen. Dieses Knorpeltransplantat wird vorsichtig unter den Defekt gelegt. Im Anschluss erfolgt die Schienung der Rekonstruktion, welche für 14 Tage im Gehörgang belassen und in unseren Praxisräumen entfernt wird. Ziel der Operation ist der sichere chirurgische Verschluss des Trommelfells und die Verbesserung der Schallleitung.
Wichtig zu beachten
Auf Flugreisen, Schwimmen und Tauchen sollte nach dem Eingriff für mindestens 3 Wochen verzichtet werden. Nach der Operation gilt ebenfalls ein Schnäuzverbot von 21 Tagen.
Hörverbessernde und sanierende Mittelohrchirurgie (Tympanoplastik Typ 2-4)
Chronische Mittelohrentzündung / Cholesteatom
Bei einem Cholesteatom handelt es sich um eine chronische Knocheneiterung, welche die Strukturen im Mittelohr wie auch in der Umgebung (Gesichtsnerv, Schädelbasis, Innenohr) schädigen kann. Weitere typische Begleitsymptome wie Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe), Ohrenschmerzen (Otalgie), Tinnitus oder Schwindel können auftreten. Bei der Diagnose eines Cholesteatoms ist der Standard eine sanierende Ohroperation im Sinne einer Tympanoplastik. Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Cholesteatom unter Sicherung des Hörvermögens.
Informationen zur Operation
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und entweder durch den Gehörgang oder einen kleinen Schnitt hinter dem Ohr. In ausgedehnten Fällen kann es notwendig sein, dass Felsenbein zu eröffnen (Mastoidektomie). Die Entscheidung hierüber wird im Vorfeld mittels einer Bildgebung getroffen (z.B. mittels DVT in unserer Praxis). Unter Umständen müssen vom Cholesteatom verursachte Trommelfelldefekte mit körpereigenem Gewebe wie bspw. Ohrknorpel rekonstruiert und zerstörte Gehörknöchelchen durch Prothesen ersetzt werden. Am Ende der Operation erfolgt die Schienung des Gehörganges, welche für 14 Tage im Gehörgang belassen und in unseren Praxisräumen entfernt wird.
Wichtig zu beachten
Auf Flugreisen, Schwimmen und Tauchen sollte nach dem Eingriff für mindestens 3 Wochen verzichtet werden. Nach der Operation gilt ebenfalls ein Schnäuzverbot von 21 Tagen. Regelmäßige HNO-ärztliche Verlaufskontrollen sind zwingend notwendig.
Stapesplastik
Otosklerose
Bei Störungen des Hörvermögens kann ein Hörtest Aufschluss über die Ursache geben. Dabei differenziert man zwischen Schallleitungsstörungen, welche den schallleitenden Anteil der Ohrstrukturen betreffen (Gehörgang, Trommelfell und Gehörknöchelchenkette) und Schallempfindungsstörungen, welche die sensorischen Teile des Ohres betreffen (Hörschnecke, Hörnerv, Hirnstamm und Hörrinde). Ein Hörtest kann hierbei Ausschluss über die erkrankten Strukturen geben. Bei Schallleitungsstörungen kann neben Trommelfelldefekten eine Arthrose der Gehörknöchelchen des Mittelohres (Otosklerose) als Ursache zugrunde liegen. Die Gehörknöchelchen sind die kleinsten Knochen und Gelenke des menschlichen Körpers. Die genaue Ursache für eine Otosklerose ist weiterhin noch Gegenstand der Forschung. Hormonelle Veränderungen wie Schwangerschaft oder Menopause begünstigen dieses Krankheitsbild. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bei einer Otosklerose besteht die Möglichkeit, die veränderten Gehörknöchelchen chirurgisch durch kleine Titanprothesen zu ersetzen (Stapesplastik). Ziel der Operation ist die Verbesserung der Schallleitung.
Informationen zur Operation
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und wird durch den Gehörgang durchgeführt. Unter dem Operationsmikroskop erfolgt der präzise und vorsichtige Ersatz der Gehörknöchel mit dem Ziel eine suffiziente Schallleitung wiederherzustellen. Am Ende der Operation erfolgt die Schienung des Gehörganges, welche für 10 Tage im Gehörgang belassen und in unseren Praxisräumen entfernt wird. Zusätzlich wird eine Kontrolle des Hörvermögens durchgeführt.
Wichtig zu beachten
Auf Flugreisen, Schwimmen und Tauchen sollte nach dem Eingriff für mindestens 3 Wochen verzichtet werden. Nach der Operation gilt ebenfalls ein Schnäuzverbot von 21 Tagen.
Ohrmuschelkorrektur (Anthelixplastik)
Abstehende Ohren
Die Anthelixplastik dient der Korrektur abstehender Ohren. Ziel ist eine natürlich wirkende Form und Position der Ohrmuschel.
Informationen zur Operation
Der Eingriff erfolgt über einen Schnitt hinter dem Ohr, sodass keine sichtbaren Narben verbleiben. Der Ohrknorpel wird neu geformt und stabilisiert. Die Operation kann bei Kindern und Erwachsenen durchgeführt werden. Das Ergebnis ist dauerhaft. Prinzipiell kann die Operation in Vollnarkose oder lokaler Betäubung erfolgen.
Wichtig zu beachten
Nach der Operation muss ein Ohrverband für 14 Tage getragen werden. Anschließend sollten die Ohren für weitere 6 Wochen mit einem Stirnband nachts geschützt werden.
Kehlkopfeingriff / Mikrolaryngoskopie
Informationen zur Operation
Die Mikrolaryngoskopie ist eine spezielle Untersuchung und Operation des Kehlkopfes unter dem Mikroskop. Sie wird bei Heiserkeit, Stimmbandveränderungen oder gutartigen Wucherungen eingesetzt. Über ein spezielles Rohr wird der Kehlkopf dargestellt, sodass feinste Strukturen sichtbar sind. Veränderungen können präzise entfernt oder biopsiert werden. Ziel ist die Wiederherstellung einer möglichst normalen Stimmfunktion.
Wichtig zu beachten
Nach dem Eingriff wird eine Stimmruhe für 2 Tage und eine Stimmschonung für 1 Woche empfohlen.
Operation an der Ohrspeicheldrüse / Parotidektomie
Tumor der Ohrspeicheldrüse
Die Ohrspeicheldrüsen (Glandula parotidea) liegen paarig im Bereich der Kieferwinkel und sind an der Bildung des Speichels beteiligt. In seltenen Fällen können unklare Raumforderungen in den Ohrspeicheldrüsen auftreten. Der überwiegende Anteil dieser Raumforderungen ist gutartiger Natur. Allerdings kann eine sichere Einordnung solcher Veränderungen nur im Rahmen einer pathologischen Untersuchung durchgeführt werden. Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des krankhaften Gewebes unter Schonung des Gesichtsnerves.
Informationen zur Operation
Die Operation erfolgt in Vollnarkose und wird in der Regel stationär durchgeführt. Im Rahmen einer Parotidektomie erfolgt die operative Entfernung eines solchen Tumors oder entzündlich veränderten Anteils der Ohrspeicheldrüse. Hierbei unterscheidet man zwischen einer lateralen Parotidektomie, welche die Entfernung des oberflächlichen Anteiles des Ohrspeicheldrüse bezeichnet, von einer totalen Parotidektomie, bei welcher die gesamte Drüse entfernt wird. Der Gesichtsnerv, der durch die Drüse verläuft, wird dabei sorgfältig dargestellt und geschont. Zur Sicherstellung wird die Operation mit einem Nervenmonitoring durchgeführt. Die entfernte Raumforderung wird zur histologischen Aufarbeitung in ein pathologisches Institut gesandt. Da der Schnitt in einer Hautfalte liegt und mit feinen Nähten verschlossen wird ist mit keiner auffälligen Narbe zu rechnen.
Wichtig zu beachten
7-10 Tage nach der Operation erfolgt der Fadenzug. Je nach Befund werden zudem sonographische Kontrollen durchgeführt. Es wird eine körperliche Schonung von 14 Tagen empfohlen.
Entfernung der Unterkieferspeicheldrüse / Submandibulektomie
Tumor/Entzündung der Glandula submandibualris
Die Unterkieferspeicheldrüsen (Glandula submandibularis) liegen paarig unterhalb des Unterkiefers. Der Speichelausführungsgangs dieser Drüsen führt entlang des Mundbodens und endet paarig hinter der vorderen unteren Zahnreihe. Bei chronischen oder persistierenden Entzündungen, Speichelsteinen oder Tumoren der Unterkieferspeicheldrüse kann die Notwendigkeit der Entfernung bestehen. Ziel der Submandibulektomie ist die dauerhafte Beseitigung der Beschwerden oder der krankhaften Veränderung.
Informationen zur Operation
Die Operation erfolgt in Vollnarkose und wird in der Regel stationär durchgeführt. Der Eingriff erfolgt über einen kleinen Schnitt unterhalb des Unterkiefers. Dabei werden umliegende Nerven und Gefäße geschont und die Drüse komplett entfernt. Da der Schnitt in einer Hautfalte liegt und mit feinen Nähten verschlossen wird ist mit keiner auffälligen Narbe zu rechnen.
Wichtig zu beachten
7-10 Tage nach der Operation erfolgt der Fadenzug. Je nach Befund werden zudem sonographische Kontrollen durchgeführt. Es wird eine körperliche Schonung von 14 Tagen empfohlen.
Entfernung von Halszysten/-lymphknoten
Vergrößerte Lymphknoten
Die Lymphknoten sind Wächterstationen unseres Körpers und übernehmen wichtige Aufgaben des Immunsystems. Sie reagieren auf Infektionen und Tumorerkrankungen. Bei anhaltenden Lymphknotenschwellungen, welche sich durch entsprechende Blutergebnisse nicht erklären lassen und unter einem Therapieversuch mit Antibiotika nicht zurückgehen, ist die operative Entfernung zur Abklärung der Ursache zu erwägen. Im Vorfeld ist die intensive Untersuchung der Schleimhaut des Kopf-Hals-Bereiches zwingend notwendig und eine Bildgebung zur Identifikation des bestmöglich zugänglichen Lymphknotens notwendig. Der Eingriff erfolgt über einen kleinen Hautschnitt am Hals. Der Lymphknoten wird vollständig entnommen und zur feingeweblichen Untersuchung in die Pathologie gesandt. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und kann in einem stationären oder ambulanten Setting erfolgen. Da der Schnitt in einer Hautfalte liegt und mit feinen Nähten verschlossen wird ist mit keiner auffälligen Narbe zu rechnen.
Halszysten
Halszysten sind angeborene Fehlbildungen, die Residuen der Embryonalentwicklung darstellen. In seltenen Fällen können Reste dieser in Form von zystischen Gängen übrig bleiben und sich durch kleine Spalten in der Schleimhaut infizieren. Zumeist ist die Eingangspforte die Mandel. Hierbei spricht man von lateralen Halszysten, wobei lateral hierbei seitlich bedeutet. Mediane Halszysten also die Mittellinie betreffende Zysten sind Überbleibsel der Herabwanderung der Schilddrüse aus dem Bereich der Zungenwurzel in den vorderen Hals in der Embyronalzeit. Auch diese können sich entzünden. Goldstandard ist bei symptomatischen Halszysten die chirurgische Entfernung dieser. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und kann stationär oder ambulant erfolgen. Da der Schnitt in einer Hautfalte liegt und mit feinen Nähten verschlossen wird ist mit keiner auffälligen Narbe zu rechnen.
Wichtig zu beachten
7-10 Tage nach der Operation erfolgt der Fadenzug. Je nach Befund werden zudem sonographische Kontrollen durchgeführt. Es wird eine körperliche Schonung von 14 Tagen empfohlen.
Entfernung von Hautläsionen mit plastischer Deckung
Hautkrebs und Hautveränderungen
Neuauftretende oder suspekt erscheinende Hautveränderungen verursachen beim Patienten Sorge und können von weißen über schwarzen Hautkrebs bis hin zu einem einfachen Navüs (Muttermal) reichen. Bei diesen gut- oder bösartigen Hautveränderungen erfolgt die vollständige operative Entfernung mit ausreichendem Sicherheitsabstand unter dem Mikroskop. Zumeist können diese Veränderungen im Rahmen einer kurzen Lokalanästhesie erfolgreich entfernt werden. Das entnommene Gewebe wird feingeweblich untersucht. Je nach Größe und Lokalisation wird der Defekt direkt verschlossen oder mit plastisch-chirurgischen Techniken gedeckt, um ein ästhetisch möglichst unauffälliges Ergebnis zu erzielen. Ziel ist die vollständige Tumorentfernung bei gleichzeitig funktionell und kosmetisch gutem Resultat. Neben dem klassischen HNO-Bereich bieten wir auch die Entfernung von Hautveränderungen abseits der Kopf-Hals-Gesichts-Region an.
Wichtig nach Hautnaht:
Wenn möglich sollte die Wunde bis zum Fadenzug vor Wasser geschützt werden. Die Nähte werden mit kleinen braunen Haftpflaster stabilisiert, welche bis zum Fadenzug belassen werden. Die weißen größeren Hautpflaster können alle 2 Tage gewechselt werden. Prinzipiell sollte für 10 Tage auf Sport (inklusive Sauna) verzichtet und ein Sonnenschutz auch nach Abheilung durchgeführt werden.
Blepharoplastik
Die Blepharoplastik ist eine Lidstraffung, bei der überschüssige Haut und gegebenenfalls Fettgewebe entfernt werden. Sie wird bei Schlupflidern durchgeführt. Hierbei kann neben dem Wunsch einer ästhetischen Veränderung und einem wacheren Erscheinungsbild auch eine Einschränkung des Gesichtsfeldes durch die überschüssige Haut eine medizinische Indikation für diesen Eingriff darstellen. In der Regel kann der Eingriff ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Mittels eines feinen und präzisen Schnittes in der natürlichen Hautfalte des Oberlids erfolgt die Entfernung von überschüssiger Haut. Es wird abschließend eine sehr feine Seiden-Naht durchgeführt, sodass Narben kaum sichtbar sind. Die Fäden können am 7. postoperativen Tag entfernt werden.
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